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Die Naturheilkundlichen Praktiken (NHP) sind ein umfassendes Heilsystem, zu dem eine Vielzahl unterschiedlicher Diagnose- und Therapieverfahren gehört. Im Mittelpunkt steht jeweils die Heilkraft der Natur.

Das Grundprinzip der Naturheilkunde geht auf die griechische Antike zurück. Der griechische Arzt Hippocrates prägte dies durch die umfassende Humoralmedizin (Viersäftelehre). Dann prägte auch der Arzt und Alchemist Paracelsus, das Denken der Heilkraft der Natur, mit der Aussage, dass für jede Krankheit ein Heilmittel der Natur gefunden werden könne.

In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts setzt sich dann der Berufsstand der Aerzte durch,denen nun die ausschliessliche Kompetenz in medizinischen Fragen zugeschrieben wurde. Durch Lorenz Gleich (1798-1865) den Gründer des "Vereins zur Förderung der Naturheilverfahren" ,wurde die Kurierfreiheit eingeführt und 1939 vom Heilpraktikergesetz abgelöst. Dadurch wurde die Bezeichnung "Heilpraktiker" erschaffen.


Die Naturheilkundlichen Praktiken basieren auf der Vorstellung, dass der menschliche Körper normalerweise über genügend Selbstheilungskräfte verfügt, um sich selbst gesund zu erhalten und im Krankheitsfall zu helfen.

Eine ungesunde Lebensführung, wie zum Beispiel falsche Ernährung, Mangel an Bewegung, Schlaf und frische Luft sowie körperliche oder seelische Belastungen, kann die Eigenregulation des Körpers stören und dadurch Krankheiten auslösen. Bei einer Behandlung mit naturheilkundlichen Praktiken stehen nicht die einzelnen Krankheitssymptome im Mittelpunkt, sondern es wird versucht, die Selbstheilungskräfte des Körpers auf natürlichem Weg anzuregen und zu unterstützen.